FDP besucht engagierte Tagesmutter in Lindheim

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FDP besucht engagierte Tagesmutter in Lindheim

Im Rahmen eines Austauschs zur Situation der Kindertagespflege fand kürzlich ein Besuch der FDP, vertreten durch Natascha Baumann und Hans Dresler, bei Alessandra Löbel, einer sehr engagierten Tagesmutter in Lindheim statt. Sie betreut in ihrem eigenen Haus täglich bis zu fünf Kinder und bietet damit eine verlässliche und familiäre Betreuungsform für junge Familien. Die hohe Nachfrage unterstreicht den Stellenwert dieses Angebots: Bereits jetzt ist sie bis in den Herbst 2027 vollständig ausgebucht. Frau Löbel erstellt zudem rechtzeitig vor dem Jahreswechsel eine Jahresplanung und trägt damit zusätzlich zur Planungssicherheit der Eltern bei.

Gleichzeitig wurde im Gespräch deutlich, dass die Kindertagespflege mit zunehmenden bürokratischen Anforderungen konfrontiert ist. Insbesondere der hohe Verwaltungsaufwand im Wetteraukreis sowie teilweise lange Bearbeitungszeiten stellen eine Belastung dar. Positiv hervorgehoben wurden hingegen regelmäßige Zuschüsse für notwendige Investitionen sowie Verbesserungen in der Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung seit dem Amtsantritt des neuen Bürgermeisters. Auch die inzwischen zügige Abrechnung wurde ausdrücklich gelobt.

Ein weiteres Thema war die Informationslage der Eltern. Diese fühlen sich häufig mit bürokratischen Fragestellungen allein gelassen und wünschen sich mehr Transparenz und Unterstützung.

In Altenstadt ist die Tagespflege mit derzeit 11 Einrichtungen grundsätzlich gut aufgestellt. Der Übergang von der Tagespflege in die Kita funktioniert in der Praxis überwiegend gut, könnte jedoch aus Sicht der Tagespflegepersonen noch aktiver und strukturierter durch die Gemeinde begleitet werden. Kritisch angemerkt wurde, dass reifere Kinder nicht früher in eine Kita wechseln können, obwohl dies pädagogisch teilweise sinnvoll wäre.

Auch der Gesamtelternbeirat war Gegenstand des Austauschs. Hier bestehen noch Anlaufschwierigkeiten: Tagespflegepersonen sehen Herausforderungen im Wahlverfahren, während Elternvertreter aus der Tagespflege vor allem Probleme bei der Bekanntheit ihrer Rolle und der Integration in das Gesamtgremium benennen.

Für die Zukunft äußerte die Tagesmutter den Wunsch nach einer engeren Zusammenarbeit zwischen Tagespflege und Kitas, etwa bei gemeinsamen Fort- und Weiterbildungen. Zudem wurde angeregt, die zweimal jährlich stattfindenden Treffen im Rathaus künftig mit einem Protokoll zu dokumentieren, um Ergebnisse und Absprachen transparenter festzuhalten.

Der Besuch machte deutlich, wie wichtig engagierte Tagespflegepersonen für die kommunale Betreuungslandschaft sind – und dass ein kontinuierlicher Dialog zwischen Tagespflege, Eltern, Verwaltung und Politik ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Weiterentwicklung bleibt.