Kita-Tour in Altenstadt und Glauburg

BildungFamilienfreundliches AltenstadtUnternehmen & Institutionen vor Ort5. September 2018

In der frühkindlichen Bildung muss dringend etwas passieren

  • René Rock, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, und Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, MdL, besuchen zusammen mit Vertretern der FDP-Fraktion der Gemeindevertretung den Waldkindergarten Waldfrüchtchen in Altenstadt und das Naturkinderland Erlenhof in Glauburg
  • Land soll Kommunen bei Bildungsarbeit finanziell unterstützen
  • FDP will Rahmen für Talentförderung und beziehungsvolle Kinderarbeit schaffen

ALTENSTADT/GLAUBURG – René Rock, Vorsitzender der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag, hat am 29. August 2018 zusammen mit Dr. h.c. Hahn, Mitglied der FDP-Fraktion im Hessischen Landtag und der FDP-Fraktion im Kreistag Wetterau sowie Natascha Baumann, stellv. Fraktionsvorsitzende der Gemeindevertretung Altenstadt und Klaus Pfeffer, Mitglied des Gemeindevorstands,  den Waldkindergarten „Die Waldfrüchtchen“ in Altenstadt und den einzigen Bauernhofkindergarten in Hessen, das Naturkinderland Erlenhof, besucht.

Rock zeigte sich von den pädagogischen Konzepten sowie der hohen Motivation der Erzieherinnen und Erzieher beider Einrichtungen sehr beeindruckt. „Ich finde es großartig, wie private Initiativen von Eltern und Fachkräften ganz besondere Erfahrungswelten für Kinder schaffen und mit hohem Engagement die Unterstützung der Kommune, der Eltern und von Förderern einfordern und erreichen“, sagte Rock.

„In der frühkindlichen Bildung muss dringend etwas passieren“, ergänzte Rock. „Ich besuche in ganz Hessen Kindertagesstätten, um zuzuhören und zu verstehen, was benötigt wird, damit Hessen endlich aus dem Dauerzustand Mangel in der frühkindlichen Bildung herauskommt. Die Freien Demokraten wollen erreichen, dass die Landespolitik inhaltlich und vor allem auch finanziell einen professionellen Rahmen schafft, innerhalb dessen dann jede Krippe und jeder Kindergarten in Freiheit seine eigenen Konzepte für die Förderung der Talente unserer Kinder entwickeln kann. Gleichgültig, ob wir es „Lebensschule“ oder „Bildungsort“ nennen, hier geht es um die Chancengerechtigkeit, dass alle Kinder sich zu selbstbestimmten Kindern entwickeln können. Das Land Hessen muss hier die Kommunen besser unterstützen.“

„Ja, Bildung kostet Geld. Die FDP in Hessen setzt sich hier aber für mehr Qualität ein, während die schwarz-grüne hessische Landesregierung soziale Wohltaten verteilt und jetzt noch einmal 310 Mio. € für die Gebührenfreiheit von Kitas ausgibt. In Hessen fehlen 10.000 Kitaplätze und 20.000 Krippenplätze“, unterstrich Rock. „Die FDP hat daher Handlungsfelder definiert, mit denen wir den Mangel an Erziehern und Plätzen schrittweise beheben und in eine neue Qualitätsinitiative investieren wollen.

1.      Wir wollen auf Landes-, Kreis- und Kommunenebene Elternbeiräte für Kitas einführen, damit Eltern ihre Anliegen und Interessen besser zur Sprache bringen können

2.      Wir wollen das Wahlrecht der Eltern beim Betreuungsort ihrer Kinder dadurch stärken, dass das Land pauschal die Kosten dafür übernimmt, wenn ein Kind in einer anderen Kommune als am Wohnort, z.B. am Arbeitsort der Eltern, in eine Kita geht.

3.      Wir wollen intensiv in die Qualität investieren, von der Freistellung der Leitung, mehr Vorbereitungszeit, einem verbesserten Gruppenschlüssel bis zu einer höheren Qualitätspauschale, die den Kitas selbst überlässt, was sie in der Sachausstattung benötigen und anschaffen wollen.

4.      Wir überlegen, wie bei einem dualen Studium Praxis und Theorie von Anfang an zu verbinden, und damit schon während der Ausbildung den Erzieherberuf auch finanziell attraktiver zu machen.  Die praxisintegrierte Ausbildung ist der richtige Weg, um neue Potenziale für den Erzieherberuf zu erschließen.

5.      Wir planen die Wiedereinführung der qualifizierten Schulvorbereitung, damit der Übergang von Kita zur Schule gelingt und die Fachkräfte in Kita und Schule voneinander lernen können.“

Rock reist seit Monaten durch Hessen und besucht die unterschiedlichsten Krippen und Kitas um zu erfahren, was benötigt wird. „Ich sehe die Kindergärten und private Initiativen wie die Ihren nicht als Problem, sondern als eine große Zukunftschance für ein gutes, freies Leben in Vielfalt“, schloss Rock.